Mediation am einfachen Beispiel
Wem gehört die Orange
Ein Paar hat nur eine Orange –
beide behaupten „Ich brauche die Orange.“
Auf den ersten Blick wirkt der Konflikt unlösbar.
In der Mediation stellt man eine entscheidende Frage:
„Wofür brauchen Sie die Orange genau?“
Plötzlich wird klar:
Er benötigt den Saft für das Mittagessen. Sie braucht die Schale für den Kuchen.
Die Lösung ist einfach:
Die Orange wird geschält und entsaftet. Die Schale geht an sie, der Saft an ihn.
Niemand verliert –
beide bekommen genau das, was sie wirklich brauchen.
Das ist der Kern von Mediation:
Nicht die Frage „Wer bekommt die Orange?“,
sondern
„Was brauchen wir wirklich?“
So entstehen Lösungen, die für alle passen.

5. Abschluss
Klarheit für die nächsten Schritte
Die gemeinsam entwickelten Lösungen halten wir verbindlich fest, damit für alle klar ist, was vereinbart wurde und wie es weitergeht. Eine gute Mediation schafft nicht nur Klarheit für den aktuellen Konflikt – sie kann auch helfen, künftig besser miteinander zu sprechen.

2. Themensammlung
Was beschäftigt sie wirklich?
Zu Beginn sammeln wir gemeinsam alle Themen, die im Konflikt eine Rolle spielen. Jede Person erhält Raum, die eigene Sicht zu schildern – ohne Unterbrechung, Vorwürfe oder Bewertungen. So wird sichtbar, worum es geht und was geklärt werden soll.

3. Interessensphase
Hinter Positionen stehen Bedürfnisse
Oft stehen hinter einem Streit nicht nur unterschiedliche Meinungen, sondern Wünsche, Sorgen oder unerfüllte Bedürfnisse. In dieser Phase schauen wir genauer hin: Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was braucht die andere Person? Dieses gegenseitige Verständnis schafft eine neue Grundlage für das Gespräch.

